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Dienstag, 15. April 2014

Working supermom ... ?

Hallo ihr Lieben,

zwei Monate Blogpause - unglaublich. Sorry dafür. Diejenigen, die hier ab und zu gerne lesen, haben sich sicher gewundert, was mit FrauSchmitt los ist. Einige folgen mir ja auf Instagram (den Link findet ihr oben rechts bei den icons) und haben gesehen, dass ich dort ab und zu Bilder einstelle. Mehr war in letzter Zeit einfach nicht drin. Im Leben 1.0 bin ich ja Lehrerin und der offizielle Wiedereinstieg nach langer Auszeit hat mich einfach umgehauen. Zwar hatte ich zwischendurch immer mal wieder in Vertretungsstellen gearbeitet und das ging recht gut, denn wenn man nicht weiß, wie lange die Stelle einem bleibt, liegt auch der Schule nichts daran, dir Klassenleitungen und zusätzliche Aufgaben zu übertragen, die du dann u.U. nach einem halben Jahr wieder aufgeben musst. So gesehen waren diese Vertretungsstellen ein sanfter Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Ostern naht, ein bißchen Deko gibt's hier schon.


Seit dem Sommer arbeite ich nun wieder fest, habe mit einer Dreiviertelstelle angefangen und sehr schnell gemerkt, wieviel sich im Schulsystem verändert hat. Seit keine Stunden mehr ausfallen dürfen, wird man ständig zur Vertretung eingesetzt, seit die Schulen vermehrt zu Ganztagsschulen werden, musst du als Lehrer halt auch im Nachmittag arbeiten, hast zusätzliche Aufsichten in der Mittagspause, in der Mensa, in der Arbeitsstunde / Hausaufgabenbetreuung. Das führte dann dazu, dass ich Schwierigkeiten hatte, mein Leben als Mutter und Lehrerin zu vereinbaren, denn als Lehrer bringt man ja auch viel Arbeit mit nach Hause und die blieb regelmäßig liegen, denn nachmittags sind ja meine eigenen Kinder zu Hause mit denen ich Zeit verbringen möchte, deshalb arbeite ich ja Teilzeit. 
Die während der Woche liegen gebliebe Arbeit musste allzu häufig am Wochenende erledigt werden, was dazu führte, dass HerrSchmitt die schönsten Ausflüge mit den Kindern alleine unternahm oder aber wir unternahmen alle gemeinsam etwas am Wochenende und die Arbeit blieb liegen. Mütter schulpflichtiger Kinder werden mir jetzt zustimmen, dass es nicht schön ist, wenn man auf die Rückgabe der Arbeiten wochenlang warten muss und ganz egal, was dem Lehrer dazwischen kommt, Elternsprechtage, Konferenzen, Kokorrekturen von Lernstandserhebungen, Planung von mündlichen Prüfungen, Klassenarbeiten, Wandertagen oder der Klassenfahrt im nächsten Jahr - das will keiner hören. Wie, die Arbeit ist immer noch nicht zurück? Lehrer sind faule Säcke (ich erinnere an das Zitat unseres damaligen Kanzlers Gerhard Schröder, das dem Ansehen meiner Berufsgruppe nicht unbedingt hilfreich war).
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe fest gestellt, dass es für mich selbst und meine eigenen Kinder nicht schön ist, wenn ich froh bin, wenn der Tag vorbei ist und die Twins im Bett liegen. Also habe ich meine Stelle reduziert, arbeite nun 50% und bekomme Beruf und Familienleben recht gut unter einen Hut. Auf jeden Fall so, dass alle zufrieden sind. Zwar läuft das mit den Korrekturen immer noch nicht rund, aber dafür gibt es ja die Ferien. Und das ist nun auch meine Ferienbeschäftigung während die Kinder eine Woche bei der Oma sind.

mein Schreibtisch


Jetzt muss ich weiter korrigieren - meinen Schreibtisch seht ihr auf dem oberen Bild - ich ertappe mich doch immer wieder dabei, dass ich die ungewohnte Freiheit / Freizeit viel lieber anders verbringen möchte... das habe ich aber am Wochenende schon ausgiebig getan. Und davon habe ich Bilder einer wunderschönen Stadtwohnung auf dem Rechner, die ich euch bald zeigen werde. Ich hoffe, es bleibt jetzt wieder etwas Zeit zum Bloggen übrig. Mir hat es gefehlt, das Bloggen, die Beschäftigung mit Einrichtungsfragen und vor allem der Austausch mit euch!

Ich wünsche euch was! Und denkt dran: Bleibt happy!


in meinem Arbeitszimmer


















































































Liebe Grüße,
FrauSchmitt

1 Kommentar:

  1. Das war für mich sehr interessant, dieser Einblick aus Sicht der Lehrerin. Als Mutter gehört man ja sonst eher zur "Meckerfraktion" obwohl ich mich nicht beschweren kann über die Lehrer meiner Kinder.
    "Keine Ausfallstunden" das gibt es hier nicht. Und obwohl hier auch überall Ganztagsbetreuung existiert, müssen das nicht die Lehrer übernehmen, sondern dafür gibt es extra Betreuer oder Kursleiter, die von Töpfen aus dem Ministerium oder dem Schulverein (also den Eltern) finanziert werden. Schön jedenfalls, dass du jetzt halbwegs deine Mitte gefunden hast. Alles Gute und lg

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